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| Wer ist Buddha? | |
| Buddha
wurde vor etwa 2560 Jahren in Nordindien geboren. Nach langer Suche erkannte
er in tiefer Meditation
das Wesen des Geistes
und wurde erleuchtet. Danach lehrte Buddha 45 Jahre lang in der damaligen
nordindischen Hochkultur. |
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| Was lehrt Buddha? | |
| Buddha erklärt hautnah und lebensbezogen,
was letztendlich wirklich und was bedingt ist. Dieses Verständnis ermöglicht
das Erleben dauerhaften Glücks, indem durch geeignete Meditation das
Verstandene zur eigenen Erfahrung wird. Zusätzliche Mittel festigen
die erreichten Bewusstseinsebenen. Das Ziel von Buddhas Lehre ist die volle
Entwicklung der innewohnenden Möglichkeiten von Körper, Rede und
Geist. Der Buddhismus kennt keine Dogmen und erlaubt, alles in Frage zu
stellen. In mehreren ostasiatischen Ländern ist der Buddhismus die
Hauptreligion. |
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| Was ist Karma? | |
| Karma
bedeutet "Ursache und Wirkung", nicht "Schicksal". Jeder
ist für sein Leben verantwortlich. Diese Einstellung ermöglicht
den bewußten Aufbau von Eindrücken, die zu Glück führen
und künftiges Leid vermeiden. Noch nicht reif gewordenes nützliches
Karma läßt sich mit den Mitteln des Diamantweges verstärken,
schädliches abbauen. |
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| Was ist Meditation? | |
| Meditation bedeutet im Buddhismus
"müheloses Verweilen in dem, was ist". Dieser Zustand wird
durch Beruhigen und Einsgerichtetheit des Geistes oder durch die Arbeit
mit inneren Energien und Lichtformen erreicht. Am wirksamsten ist jedoch
die ständige Identifikation mit der eigenen Buddha-Natur,
und zwar nicht nur während, sondern auch außerhalb der Meditationssitzungen,
wie es im Diamantweg gelehrt wird. |
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| Was bedeuten "Befreiung" und "Erleuchtung"? | |
| Befreiung
bedeutet die Erkenntnis, dass Körper, Gedanken und Gefühle in
ständiger Veränderung sind und deswegen kein wirkliches "Ich"
bilden können. Dadurch erlebt man sich nicht mehr als Zielscheibe,
was die Ursache allen Leidens ist. Erleuchtung
ist der weitere, letztendliche Schritt. Hier strahlt das klare Licht des
Geistes durch jede Erfahrung. Es besteht keine Trennung mehr zwischen Erleber,
Erlebtem und Erlebnis. Der Geist genießt jeden Augenblick seine selbstentstandenen
Fähigkeiten und ist in allem mühelos und spontan. |
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| Worin unterscheiden sich die buddhistischen Richtungen? | |
| Buddha gab Belehrungen
für drei verschiedene Arten von Menschen. Wer Leid vermeiden wollte,
bekam Auskunft über Ursache und Wirkung ("Kleiner Weg", skt.
"Hinayana").
Wer mehr für andere tun wollte, hörte Belehrungen über Mitgefühl
und Weisheit. ("Großer Weg", skt. "Mahayana").
Wenn die Leute starkes Vertrauen in ihre eigene Buddhanatur hatten, lehrte
er den "Diamantweg"
(skt. "Vajrayana"). Buddha zeigte sich dabei in hologramm-ähnlichen
Formen oder vermittelte seine erleuchtete Sicht von der Natur des Geistes,
das "Große Siegel" (skt. "Mahamudra").
Im Diamantweg lernt man die Welt aus einer reichen
und selbstbefreienden Sicht heraus zu erfahren.
Seine Übungen entwickeln tiefen inneren Reichtum, führen weiter
zu Ungekünsteltsein und Unerschütterlichkeit und entfalten schließlich
jede erleuchtete Tatkraft des Geistes. Was kann Buddhas Lehre den westlichen Gesellschaften bieten? "Wirksame Mittel, die zu unmittelbarer Erfahrung des Geistes führen", antwortete der leider jüngst verstorbene Lopön Tsechu Rinpoche, der einer der erfahrensten Lehrer des tibetischen Buddhismus war. Buddhas Lehre ist wie ein Diamant, der in seinem Wesen unveränderlich ist, aber doch in den Farben des Untergrundes erstrahlt, auf dem er liegt. So hat sich die Lehre den kulturellen Bedingungen der einzelnen Länder angepasst, ohne dabei ihre Essenz zu verlieren. Zunächst wurden die Belehrungen 1500 Jahre lang in Indien übertragen und dann weitere 1000 Jahre in Tibet. Heute wird die Unbegrenztheit der Sicht und der Mittel bei den gut ausgebildeten und selbstständigen Menschen des Westens deutlicher als je zuvor. |
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